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<title>Bargis</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Bargis</span></h1>
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<p><b>Bargis</b> bezeichnet eine Alp (und umgangssprachlich ein <a href="Hochtal" class="mw-redirect" title="Hochtal">Hochtal</a>) im <a href="Kanton_Graub%C3%BCnden" title="Kanton Graubünden">Kanton Graubünden</a> in der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>. Das Tal liegt nordöstlich von <a href="Flims" title="Flims">Flims</a> auf Gemeindegebiet von <a href="Trin" title="Trin">Trin</a> (östlich des Flusses) und Flims. Es wird durchflossen von der Aua da Mulins, die nach dem Verlassen des Talbodens im nunmehr Val Turnigla genannten Tal als <i>Turnigla</i> weiter nach Süden fliesst und südlich von Trin Mulin in den <a href="Flem" title="Flem">Flem</a> mündet.
</p><p>Der Name leitet sich ab vom <a href="R%C3%A4toromanisch" class="mw-redirect" title="Rätoromanisch">rätoromanischen</a> Wort <i>Bargia</i>, das von den deutschsprachigen <a href="Walser" title="Walser">Walsern</a> in <a href="Fidaz" title="Fidaz">Fidaz</a> zu Bargis umgeformt wurde.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geografie">Geografie</h2></div>

<p>Das Hochtal liegt hinter einem Felsriegel über einem Abhang nach Trin Mulin, welcher durch den <a href="Flimser_Bergsturz" title="Flimser Bergsturz">Flimser Bergsturz</a> entstand. Der erste zugängliche Boden des Tals liegt auf einer Höhe von rund 1550 Metern und wird für Weiden mit einigen Ställen und Alphütten (zum Teil als Ferienhäuser) genutzt.
</p><p>In diesem vorderen Teil fliesst im Hochsommer oft kein Oberflächen-Wasser – weder die Aua da Mulins noch der Bach vom Val Lavadignas – obschon bei beiden weiter hinten im Tal die Wasserfälle rauschen: Nach etwa zwei Kilometern verengt sich der flache Talboden, und das Tal steigt an auf eine Höhe von knapp 1900 Metern. Die zweite Talkammer bildet wieder einen Boden mit einer Alphütte, wo der Fahrweg endet. Am Abschluss dieses Bodens liegt eine kleine Schlucht mit zwei sich darin ergiessenden Wasserfällen. Dieser Ort wird besucht von Leuten, welche Kraftorte suchen, und von jenen <i>Kathedrale</i> genannt.
</p><p>Oberhalb des zweiten Bodens befinden sich zwei weitere Alpen (Raschaglius Sut und Sura), welche nur zu Fuss erreicht werden können. Ein Wanderweg führt hier weiter zur Fuorcla Raschaglius, von wo aus der Cassonsgrat<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder der <a href="Fil_de_Cassons#Segnesboden" title="Fil de Cassons">Segnasboden</a> erreicht werden können. Im Westen sowie im hinteren Teil im Süden wird das Tal von Bargis durch die steilen Wände des <a href="Flimserstein" title="Flimserstein">Flimsersteins</a> begrenzt, während nach Norden und Nordosten die Seitentäler Val Sax, Val Camutschera (zwei Mal, auch der untere Teil des Val Sax heisst so) und Val Lavadignas abzweigen. Nordwestlich wird das Tal begrenzt durch den <a href="Piz_Dolf" title="Piz Dolf">Piz Dolf</a>, und im Norden erheben sich der Piz Sax, Piz da Sterls und <a href="Ringelspitz" title="Ringelspitz">Ringelspitz</a>.
</p><p>Das ganze Tal hat genau genommen keinen Namen, es sind vielmehr die unzugänglichen Runsen, welche benannt wurden, sowie die Alpen (Bargis, Lavadignas, La Rusna, Raschaglius).
In Trin Mulin (deutsch und nicht mehr üblich: <i>Trinser Mühle</i>) erreicht das Wasser den Standort der Mühle von Trin (eine ehemalige Sägemühle ist noch sichtbar) und das heutige Wasserkraftwerk, welches das Gefälle der letzten 140 Höhenmeter nutzt. Das Hochtal wurde (vermutlich) während der Staumauer-Euphorie in den 50er-Jahren gar nicht als Standort evaluiert, da ganz offensichtlich zu viel Wasser versickert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Alpweg_«Scala_Mola»"><span id="Alpweg_.C2.ABScala_Mola.C2.BB"></span>Alpweg «Scala Mola»</h2></div>

<p>Vom Gasthaus Bargis aus führt ein in den Fels geschlagener Weg rund 500 Höhenmeter hinauf auf die Alpen des Flimsersteins. 1645 wurde der Weg ausgebaut: <i>Urkundt und offenbar seige allermeinigklich hir mit diesem gegenwärtig brief und wie dz ein ehrsame gemeindt Flimbs aus raht gueter lerern und wysen meistern […] ein neuen weg durch den stein in die Oberen Alp mit dem viech gemacht…</i> Der auf diese Art erneuerte Weg soll gemäss dem Historiker J. A. von Sprecher noch am Ende des 18. Jahrhunderts noch derart gefährlich gewesen sein, dass jährlich einige Tiere in den Abgrund stürzten.
</p><p>1867/1868 liess der Gemeinderat von Flims für 10'200 Franken durch italienische Arbeiter einen besseren Weg in den Fels sprengen, der heute noch begangen wird.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der heutige Weg folgt jedoch nicht mehr auf der ganzen Länge der ursprünglich herausgesprengten Strecke; es handelt sich beim umgangenen Teil um den unteren Viertel in der oberen Felsplatte.
</p><p>Jeweils im September findet in Bargis der <a href="Almabtrieb" title="Almabtrieb">Alpabzug</a> statt, bei dem die geschmückten Kühe vom Flimserstein nach Flims und Fidaz zurückgeführt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Infrastruktur">Infrastruktur</h2></div>
<p>Von Flims aus führt ein Postautokurs über Fidaz nach Bargis. Im Winter stehen 7,5 Kilometer Langlaufloipen und ein kleines Langlaufzentrum mit Umziehkabinen zur Verfügung.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verpflegungsmöglichkeiten bietet im Sommer und Winter das Berghaus Bargis. Die Zufahrt mit Privatautos ist nicht gestattet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Galerie">Galerie</h2></div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Gasthaus Bargis</div>
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<div class="gallerytext">Aua da Mulins</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Blick nach Nordosten ins Val Lavadignas, links von der <i>Mirutta</i> abgetrennt vom Bargistal</div>
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<div class="gallerytext">Abfluss des <i>Aua da Mulins</i></div>
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<div class="gallerytext">Der «Wächter» im Bargistal</div>
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<div class="gallerytext">Eingang «Kathedrale»</div>
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<div class="gallerytext">Obere und in der Entfernung untere Ebene im Bargistal</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Die (untere) Ebene von Bargis gesehen vom <a href="Fil_de_Cassons" title="Fil de Cassons">Fil</a></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Oberhalb der Kathedrale führt das linke Tal unter dem Flimserstein nach Westen, das Val Sax nach Nordwesten. Dazwischen liegt die Alp Raschaglius Sut.</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Das Tal nach Bargis in Richtung Südost, aus Richtung des Piz Dolf gesehen. Links der steilen Felskante ist der Boden von Bargis zu sehen.</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Varia">Varia</h2></div>
<p>Im Jahr 2006 realisierte das ZDF in Bargis eine Herbstshow am Datum des Alpabzugs von der Alp Flimserstein nach Bargis.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Bargis?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Bargis</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Andrea Schorta: Wie der Berg zu seinem Namen kam; Terra Grischuna-Verlag, Chur 1999</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110607222844/http://www.graubuenden.ch/wandern-schweiz/wanderungen/tour/flimsbargiscrap_da_flemfil_da_cassons.html">Wandern Schweiz; Bargistal und Fil de Cassons auf Graubünden Ferien</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 7. Juni 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Hermann Anliker: Schweizer Heimatbücher: <i>Flims.</i> Haupt-Verlag, Bern 1961.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://trinnordic.ch/de/"><i>Trinnordic, Langlaufen in Trin/Flims - Bargis - Sagogn |.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 14.&nbsp;Januar 2021</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ABargis&amp;rft.title=Trinnordic%2C+Langlaufen+in+Trin%2FFlims+-+Bargis+-+Sagogn+%7C&amp;rft.description=Trinnordic%2C+Langlaufen+in+Trin%2FFlims+-+Bargis+-+Sagogn+%7C&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Ftrinnordic.ch%2Fde%2F">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.presseportal.de/pm/7840/867010/alles-kiwi-die-herbstshow-auftakt-zu-fuenf-zdf-musiksendungen-mit-andrea-kiewel">http://www.presseportal.de/pm/7840/867010/alles-kiwi-die-herbstshow-auftakt-zu-fuenf-zdf-musiksendungen-mit-andrea-kiewel</a></span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">46.85711</span><span class="longitude">9.316492</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:46.85711,9.316492"><span title="Breitengrad">46°&nbsp;51′&nbsp;25,6″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">9°&nbsp;18′&nbsp;59,4″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span>; <span title="Schweizer Landeskoordinaten">CH1903:&nbsp;</span><span title="y easting">743190</span>&nbsp;/&nbsp;<span title="x northing">191266</span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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